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Teil II - Die natürliche Ernährungsweise Drucken E-Mail
Geschrieben von: Fred Gaube   
Mittwoch, 20. Juli 2005 um 22:00 Uhr

Fragen und Antworten

F: Sie haben dem Gemüse sehr niedrige Werte gegeben und schlagen sogar vor, man solle den Verzehr auf 2% bis 5% beschränken. Zuvor hatten Sie gesagt, wir essen Gemüse als schützende Lebensmittel, gewissermassen als "Versicherung". Wenn sie so gute, schützende Lebensmittel sind, warum bestreiten wir davon nicht die Hälfte unserer Nahrungsaufnahme? Wenn sie uns wirklich schützen, dann glaube ich, sollten sie einen grösseren Anteil an unserer Nahrungsaufnahme haben.
A: Gemüse werden viel niedriger bewertet als Früchte. Wenn man die Tabellen untersucht, fällt auf, dass den Gemüsesorten viele Eigenschaften der Grundnahrungsmittel fehlen. Viele Gemüsearten haben einige giftige Eigenschaften. Sie schmecken nicht so gut wie Früchte. Sie werden nicht so leicht und mit so hohem Wirkungsgrad verdaut wie Früchte. In den meisten Fällen liefern sie uns nicht einmal Energie. Einige verbrauchen bei der Verdauung tatsächlich mehr Energie, als wir von ihnen erhalten! Wir meinen, dass 90% unserer Nahrung der Energieaufnahme dienen sollte. Die restlichen 10% sollten damit in Zusammenhang stehen und sind Eiweiss, Fette und Mineralstoffe einschliesslich Vitamine und andere Nährstoffe. Lebensmittel wie Gemüse liefern zu wenig Brennwert. Eine "Rückversicherung" an Nährstoffen ist möglicherweise alles, was sie uns liefern können. Selbst unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, sind wir aber nicht darauf angewiesen.

F: Sie stellen Eiweiss mit Vitaminen, Mineralstoffen und Fettsäuren gleich. Ist Eiweiss nicht wichtiger als die anderen?

A: Eiweisse sind die Bausteine aller lebenden Dinge. Sie bilden einen Teil jeder lebenden Zelle, einschliesslich der Früchte. Trotzdem ist Eiweiss nicht wichtiger als andere Nahrungsbestandteile. Kleinkinder entwickeln sich mit Muttermilch, die einen Eiweissgehalt von ungefähr 1,2% hat. Solange wir diese Menge an Eiweiss bekommen und solange die essentiellen Aminosäuren darin reichlich vertreten sind, bekommen wir genau das, was wir brauchen. Wir glauben nicht, dass wir soviel Eiweiss benötigen, wie ein heranwachsendes Baby. Wenn wir aus einer Nahrung von durchschnittlich sechs oder sieben Pfund täglich 1 % an Eiweiss erhalten, dann sind das 32 Gramm Eiweiss. Obwohl das um die Hälfte weniger ist als die von der Ernährungswissenschaft empfohlene Tagesmenge, ist es mehr, als ein gesunder Körper gebrauchen kann. Sie sollten wissen, dass der Körper in der Lage ist, etwa 70% seines Eiweissbedarfs durch Recycling seiner eigenen Eiweissabfälle zu decken. Es gibt in der Karibik einige Menschengruppen, die hervorragende Beispiele für gesunde Menschen sind und täglich nur 15 bis 20 Gramm Eiweiss zu sich nehmen.

F: Was sollen wir tun, wenn zu uns jemand kommt, der übermässig mager ist und auf eine Eiweissmangel-Diät gesetzt ist?

A: In der Praxis werden Sie auf viele Menschen stossen, die unter den verschiedensten Mängeln leiden, Eiweissmangel eingeschlossen. Ein Mensch kann eine abgerundete Kost mit nur einem Lebensmittel haben und alles bekommen, was er oder sie von jedem Nährstoff braucht. Ein anderer kann sich von einer Kost ernähren, die das vier- oder fünffache unseres Eiweissbedarfs enthält. Wird diese Kost jedoch gekocht oder einem Stoffwechsel-Kranken gegeben, kann es sein, dass das Eiweiss zum grössten Teil nicht verwertet werden kann.

Sie werden sich nicht mit Mangelkrankheiten als solchen beschäftigen müssen. Wo noch körperliche Reserven vorhanden sind, können Sie in den meisten Fällen den Ratschlag geben, so lange wie erforderlich zu fasten, und dann mit einer Kost der richtigen Lebensmittel wieder aufzubauen, die so zubereitet und angerichtet werden, wie wir es empfehlen. DIE MENSCHEN HABEN NUR EIN EINZIGES HEILMITTEL: IHREN KÖRPER. Wenn die Bedingungen für eine Heilung und einen Wiederaufbau vorhanden sind, sollten Sie sie ganz sich selbst überlassen. Alles andere als diese Praxis ruft Störungen hervor. Eiweissmangel ist nicht so wahrscheinlich wie andere Mängel, und keiner davon ist so wahrscheinlich wie Toxämie (Blutvergiftung). Toxämie ist fast bei jedem Menschen vorhanden, der Ihren Rat sucht.

F: Wie können Sie feststellen, welcher Nährstoffmangel bei einem Menschen vorliegt? Wenn die meisten Menschen irgendwie krank und schlecht ernährt sind, wie kann ich feststellen, was falsch ist oder welche Mangelkrankheit vorliegt?

A: Im Hinblick auf unsere Antwort zur vorangegangenen Frage glauben wir, dass diese Frage eigentlich schon beantwortet wurde. Wir möchten Sie jedoch bitten, als Gesundheitspraktiker nicht ins Diagnostizieren zu verfallen. Sie brauchen in den meisten Fällen keine Einzelheiten über die Mangelkrankheit eines Menschen zu wissen. Diese Mangelkrankheiten können im Grunde nur die Folge einer chronischen Toxämie sein, die die Fähigkeit der Nahrungsaufnahme und -verarbeitung der betroffenen Person vermindert hat. Wenn die Person mager ist, sollten Sie ihm eine Anfangskost von leicht verdaulichen Früchten, besonders Melonen, Orangen, Weintrauben und anderen fleischigen Früchten empfehlen. Eine einseitige Kost auf Basis einer einzigen Fruchtsorte ist auch geeignet, zumindest als einzelne Mahlzeit. Eine einfache Kost geeigneter Lebensmittel gibt dem Körper eine Pause und gibt ihm die Gelegenheit, sich giftiger Lasten zu entledigen, Schäden zu reparieren und neues Gewebe aufzubauen. Erwarten Sie keine sofortigen Ergebnisse oder Wunder, denn es ist oft ein langsamer Prozess. Wenn sich ein Mensch im Zustand der Entgiftung befindet, soll er nur wenig Nahrung zu sich nehmen. Nimmt der Hunger zu, ist der Kaloriengehalt der Kost zu erhöhen, indem die Nahrungsaufnahme erhöht wird oder mehr konzentriertere Lebensmittel wie Bananen, Feigen, Datteln oder Rosinen gegessen werden.

Wenn ein Mensch über Fettreserven verfügt, und die meisten Menschen sind entweder normal- oder übergewichtig, empfehlen Sie eine Fastenkur, damit der Körper die Giftlast leichter ausscheiden kann. Dann, nach einer angemessenen Fastenzeit, ist es ratsam, zunächst kleine Mengen einer Fruchtsorte zu essen und, falls angebracht, kann die Menge erhöht werden.

F: Es ist eine gute Idee, Lebensmittel so zu bewerten, wie Sie es tun. Aber Sie geben einigen guten Sachen, die Sie sonst so anpreisen, besonders Kopfsalat und Sellerie, sehr geringe Werte. Unterhalb welchen Wertes würden Sie es ablehnen, ein Lebensmittel zu essen ?

A: Denken Sie daran, dass diese Tabelle in erster Linie dazu dienen soll, den Wert eines Lebensmittels für die menschliche Ernährung und seine Vorzüge festzulegen, wenn es allein gegessen wird. Es gibt einige gute ergänzende Lebensmittel, wie Kopfsalat und Sellerie, die man anderen Nahrungsmitteln hinzufügen kann, um bestimmte Ernährungsziele zu erreichen. Wenn beispielsweise Kopfsalat und Sellerie einer Apfel-Mahlzeit beigefügt werden, liefert diese Kombination das benötigte zusätzliche Eiweiss und Mineralstoffe. Diese beiden Lebensmittel stören die Verdauung vieler Früchte nur unwesentlich. Idealerweise sollten wir aber in erster Linie Lebensmittel mit den höchsten Werten zusammen mit zweitrangigen Lebensmitteln essen. Gelegentlich sollten auch ein paar Nüsse gegessen werden. Die Avocado ist eine Frucht mit nussähnlicher Beschaffenheit, die besonders gesund ist. Wir empfehlen nichts zu essen, was einen Gesamtwert unter "30" hat, und keine gekochten, höher bewerteten Sachen. Ausserdem sollten Sie vorsichtig sein, was den Verzehr hoch bewerteter Nahrungsmittel betrifft, die toxische Eigenschaften haben. Das trifft besonders auf gekochte Nahrungsmittel zu, wo sich anorganische mineralische Verbindungen entwickelt haben und wo eine Denaturierung der Nahrung eingetreten ist, die dem Körper Verdauungsprobleme bringt.

F: Ich möchte mehr über unbehandeltes, mineralisiertes Wasser im Gemüse wissen. Warum ist es schädlich?

A: Unser Körper kann keine anorganischen Mineralien verarbeiten. Der Körper behandelt anorganische Mineralien als Gifte und braucht Energie, um sie wieder auszuscheiden. Ob die rohen Mineralien aus hartem Wasser, von frischen Blättern, Stielen und Stengeln oder von Nebenprodukten der Zersetzung beim Kochen stammen, der Körper kann sie nicht verwerten. Im Gegenteil, sie schaffen ein Ausscheidungsproblem. Werden diese Mineralien nicht ausgeschieden, können sie sich mit Fettsubstanzen verbinden und verhärten, wodurch das Gehirn verkalkt und Arterien und Venen verstopft werden. Man sagt, Grasfresser seien wegen des Überflusses an anorganischen Mineralien in ihrer Nahrung so kurzlebig.

F: Was haben Sie gegen Spinat, da Sie ihn so niedrig bewerten? Ich esse lieber rohen Spinat als gekochte Kartoffeln, die Sie viel höher bewerten.

A: Spinat enthält, wie alle anderen Blätter, Oxalsäure und anorganische Mineralien. Dagegen enthalten Früchte reines Wasser - sie sind "Fertigprodukte". Der Körper hat kein Mittel, Oxalsäure zu verwerten. Um sie zu neutralisieren, geht der Körper an seine Kalziumvorräte, falls es erforderlich wird, sogar an das Kalzium in den Knochen. Oxalsäure hat einen seltsamen Geschmack, der leicht erkannt werden kann. Der Kalziumgehalt von Spinat wird durch seinen Oxalsäuregehalt mehr als aufgewogen. Spinat ist kein Lebensmittel, von dem man leben kann. Man würde bei jeder Mahlzeit einen Kalorienverlust erleiden. Werden nur einige Blätter zu einem Salat oder zu einer stärke-, fett- oder proteinhaltigen Mahlzeit hinzugefügt, dann spielt das keine Rolle.

F: Dr. William Howard Hay sagte, da alle Krankheiten das Ergebnis eines Säure-Basen-Ungleichgewicht seien. Warum sagen Sie uns nicht, welche Lebensmittel Säure bilden und welche Säure binden? Denken Sie daran, wie wichtig das ist, wenn ein Mensch an einer Übersäuerung des Bluts leidet.

A: Würde ein Mensch an einer echten Übersäuerung des Bluts leiden, dann wäre er tot. Eine Übersäuerung kann durch Fasten oder durch eine einfache Kost mit Einzelfrucht-Mahlzeiten korrigiert werden. Die Ursache für ein Säure-Basen-Ungleichgewicht ist der Verzehr von Nahrungsmitteln, die überwiegend säurebildend sind, besonders von Getreidenahrung, Fleisch, Milch- und Geflügelprodukten, Seetieren und sogar Nüssen.

Innerhalb von einem oder zwei Tagen bei einer geeigneten Kost ist die Übersäuerung korrigiert. Dabei kann Sellerie als stark alkalisches Lebensmittel viel helfen. Ebenfalls geeignet sind Feigen, die reich an alkalischen Salzen sind. Das Schlimmste, was man machen kann, sind Arzneimittel und Mittel gegen Magensäure. Damit wird das Problem nicht gelöst. Obwohl sich eine Erleichterung einstellt, bleibt die Ursache, eine säurebildende Ernährung, erhalten. Früchte, Salate und Gemüse bauen schnell ein alkalisches Gleichgewicht auf.

F: Ich habe viel darüber gehört, wie wichtig Salz für die Ernährung ist. Sie bewerten es mit Nullen und geben einen Gesamtwert von minus 100 an. Betrifft das nur Meersalz oder auch pflanzliches Salz?

A: Sie können leicht selbst feststellen, wie wichtig Salz für die Ernährung ist, wenn Sie sehen, das die Ärzte Hunderttausende auf salzlose Kost setzen. Wenn Salz lebenswichtig wäre, dann könnte niemand ohne es auskommen. Salz kann nicht verdaut oder verwertet werden. Es verbleibt in unserem Körper, bis wir es auf irgendeine Weise loswerden. Der Körper nimmt zusätzliches Wasser auf, um Salz in Lösung zu halten, damit es die Zellen weniger schädigt. Es verdient alle Nullen zu Recht, weil es schädliche Auswirkungen auf den Körper hat, die Krankheit, beachtlichen Blutandrang, hohen Blutdruck, Ödeme und andere Zustände hervorrufen, welche eine eindeutig negative Bewertung verdienen.

Meersalz ist genauso giftig wie die gereinigte Abart. Es wird aus Meerwasser gewonnen und enthält zusätzlich andere Mineralien, die anorganisch und damit unbrauchbar sind. Vielleicht wissen Sie, das Seeleute lieber verdursten, als Meerwasser zu trinken. Pflanzliches Salz besteht aus getrockneten Gemüsearten, die gemahlen werden und oft mit zusätzlichem Salz vermischt werden. Es ist ebenfalls ungesund für die Ernährung.

F: Sie haben Honig in allen Kriterien ausser beim Nährstoffgehalt und bei der Giftigkeit gut bewertet. Warum?

A: Die Biene fügt dem Honig einige Säuren hinzu, für einige davon verfügt nur die Biene selbst über die für eine Rückwandlung erforderlichen Enzyme. Solche Säuren sind für Bakterien und Menschen gleichermassen giftig. Es ist die einzige Methode, die die Biene hat, um ihren Nahrungsvorrat zu konservieren. Diese Säuren verdienen eine Bewertung als Gift, obwohl etwa die Hälfte der sechs Säuren umgewandelt werden kann. Wenn Sie versuchen, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, die nur aus Honig besteht, so wäre diese geschmackvoll und kalorienreich. Sie würden aber wahrscheinlich Magenschmerzen bekommen wie nie zuvor in Ihrem Leben. Möglicherweise bekämen Sie auch andere Probleme. Honig ist auf der gesamten Linie arm an Nährstoffen, er enthält praktisch kein Eiweiss, keine Vitamine, Mineralien oder essentielle Fettsäuren. Nur die Pollen, die im Honig sind, haben einen ausreichenden Nährstoffgehalt. Richtig betrachtet, ist Honig nichts weiter als Zuckerwasser, das die Bienen als Lohn für erwiesene Dienstleistungen von den Blumen bekommen haben. Der Zucker im Honig besteht in der Hauptsache aus Lävulose und Fruktose. Die Biene entzieht diesen das Wassser und dickt sie ein. Honig wurde von Bienen für Bienen entwickelt. Die Natur hat uns nicht vom Eifer der Bienen abhängig gemacht, was unsere Ernährung betrifft.

F: Ich mag die Blätter der weissen Rüben in meinen Salaten. Sie haben sie für die Ernährung mit Null bewertet, was bedeutet, dass sie wertlos sind. Wie kommen Sie dazu? Es gibt einige nordische Völker, besonders in Nordeuropa, die praktisch von weissen Rüben und deren Kraut leben.

A: Die Blätter von weissen Rüben können das Leben nicht lange aufrechterhalten. Sie sind zwar die grünen Blätter mit dem grössten Nährstoffgehalt, trotzdem liefern sie keine Kalorien. Darüber hinaus enthalten sie unbehandeltes, mineralisiertes Wasser und Senföl, das sie giftig für die Ernährung macht. Weisse Rüben selbst enthalten relativ wenig Senföl und sind für die Ernährung ziemlich nützlich. Als Brennstoffträger enthalten sie anstelle von Stärke einen komplexen Zucker. Eine Mahlzeit kann aus weissen Rüben bestehen und zu einer relativ guter Gesundheit führen, verglichen mit herkömmlicher Ernährung. Es gibt aber viele andere Lebensmittel, die besser sind.

F: Sie haben Orangen als nahezu perfekt eingestuft. Soweit ich weiss, haben Orangen einen hohen Wassergehalt und wenig Kalorien. Wieviel Orangen musste man täglich essen, um davon leben zu Können?

A: Das ist eine sehr gute Frage, denn wir haben Orangen so bewertet, dass sie allein davon gut leben könnten. Um diese Tatsache zu veranschaulichen: In Florida lebte ein Mann sechs Jahre lang von nichts anderem als Orangen, ohne krank zu werden. In der Tat wurde er als "von robuster Gesundheit" bezeichnet. Das Gewicht an Orangen, dass Sie täglich essen müssten, um sich davon zu ernähren, wäre etwa bei 9 Pfund geschälter Orangen. Das sind etwa 20 Orangen. Sie würden dadurch 2250 Kalorien, 45 Gramm Eiweiss, 1800 Milligramm Kalzium, 2250 Milligramm Vitamin C, 9 Gramm Fette und 18 Milligramm Eisen zu sich nehmen, kurz gesagt, ein Vielfaches von allen benötigten Nährstoffen. Wir können uns nicht vorstellen, dass eine solche Kost unangenehm ist.

F: Wie können Sie Früchte so hoch bewerten, obwohl man sagt, dass wir davon zuwenig Eiweiss, Kalzium oder Eisen bekämen?

A: Wir glauben, wir haben gerade die Unrichtigkeit Ihrer Aussage bewiesen, indem wir erwähnten, dass Orangen mehr Nährstoffe enthalten, als wir zum Leben benötigen. Orangen liefern uns das doppelte unseres Eiweissbedarfs, den zehnfachen Eisenbedarf, hundertmal mehr Vitamin C als wir brauchen und ungefähr das Neunfache unseres Kalziumbedarfs. Denken Sie daran, dass die empfohlenen Tagesmengen normalerweise 100% bis 500% höher sind als die tatsächlichen Bedürfnisse im gesunden Zustand. Fast jede Frucht, die Sie nennen können, versorgt Sie, wenn sie in einer Menge verzehrt wird, die zur Deckung des Kalorienbedarfs ausreicht, auch ausreichend mit anderen benötigten Nährstoffen.

F: Das ist überraschend, aber meine Frage geht in dieselbe Richtung. Warum geben Sie Datteln und Wassermelonen die gleichen Werte für den Brennstoffgehalt? Aus meinem Handbuch über die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln geht hervor, dass eine Portion von 100g Datteln 2 74 Kalorien hat, eine Portion von 100g Wassermelone aber nur 26 Kalorien. Wie kann ein Unterschied von 90% zu gleichen Werten für den Brennstoffgehalt führen? Das gleiche Buch zeigt auch, dass das Kraut der weissen Rüben 28 Kalorien je l00g hat, mehr als die Wassermelone, trotzdem geben Sie ihm für den Brennstoffgehalt den Wert Null. Können Sie diesen Widerspruch erklären?

A: Es gibt Gründe, warum unsere Bewertung trotz dieser offensichtlichen Unstimmigkeiten mehr oder weniger genau ist.

Denken Sie daran, dass Wasser in den Nahrungsmitteln ein neutraler Faktor ist. Würden Sie einer Wassermelone das gesamte Wasser entziehen, dann hätten l00g des Rückstands etwa 340 Kalorien. Dies entspricht dem Kaloriengehalt von l00g Datteln ohne Wasser. Die Wassermelone enthält für jeden Teil fester Stoffe 13 Teile Wasser. Viereinhalb Pfund Wassermelone enthalten ca. 600 Kalorien, ungefähr genauso viel wie 235 Gramm Datteln. Beides kann als ausreichende Portion angesehen werden.

Im Sommer werden Sie mehr Wasser und weniger Kalorien brauchen. Mit der Wassermelone geht die Rechnung in dieser Hinsicht auf. Im Winter benötigen Sie mehr Kalorien und weniger Wasser. In dieser Jahreszeit sind Datteln eine wertvolle Ergänzung für die Ernährung.

Das Kraut der weissen Rüben bewirkt, dass mehr Körperenergie für das Bearbeiten und Ausscheiden verbraucht wird, als es selbst abgibt. Die meisten Kalorien sitzen in der Zellulose. Es stimmt schon, es bringt 28 Kalorien, wenn man es tatsächlich verbrennt. Der Mensch kann dem Kraut der weissen Rüben aber nicht die ganze Energie entziehen. Andererseits besteht die Wassermelone aus einfachen Zuckerarten, die wir zu 100% gebrauchen können. Aus der Wassermelone erhalten wir einen Energiegewinn von mehr als 90% verglichen mit der zur Verdauung und Aufnahme verbrauchten Energie. Wir hoffen, diese Antwort klärt die scheinbaren Unstimmigkeiten in unseren Bewertungstabellen.

F: Wie bewerten Sie Bierhefe als Nahrungsmittel?

A: Wir würden sie unter Null einordnen. Sie kommt bei jedem Kriterium schlecht weg, obwohl sie eine Menge Eiweiss und Nährstoffe enthält. Wenn wir Bierhefe essen, wird sie durch Bakterien zersetzt, wobei Gase und giftige Abfallprodukte aus der Zersetzung des Eiweisses entstehen. Ihr Urin wird innerhalb einer Stunde nach der Einnahme gelb, woran Sie erkennen können, dass die Bierhefe ausgeschieden wird, statt verdaut und genutzt zu werden. Weil sie nicht verdaut wird, liefert sie auch keine Nährstoffe. Statt dessen wirkt sie wie ein Arzneimittel, was viele für die Wirkung der Nährstoffe halten.

F: Dr. Airola sagt, Knoblauch sei ein wahres Wundernahrungsmittel mit grossen Heilwirkungen. Viele andere Autoritäten auf dem Gesundheitssektor sagen das gleiche. Sie dagegen bewerten ihn von Anfang an als giftig. Tatsächlich geben Sie ihm 10 Punkte als Nahrungsmittel und 80 Minuspunkte als Gift! Wem soll ich jetzt glauben, Dr. Airola oder ihnen? Er ist eine bekannte Autorität auf dem Gebiet der Ernährung, von Ihnen hatte ich noch nie gehört. Ich habe immer nur gehört, Knoblauch sei eine wunderbare Heilnahrung, kein Gift. Er ist gewöhnlich eines der Nahrungsmittel, das kranken Menschen zur Ergänzung ihrer Nahrung empfohlen wird. Können Sie Ihren Standpunkt rechtfertigen?

A: Ich glaube, Kopernikus hat mit seiner Vorstellung, dass die Erde rund sei, sehr harte Zeiten durchgemacht, in einem Zeitalter, als alle Autoritäten behaupteten, sie sei flach, und es jedermann glaubte. Wir wissen, dass die kostbarsten Wahrheiten zuerst in den Hirnen einiger weniger entstehen und allmählich erst auf die Massen übergreifen.

Knoblauch wird wegen seiner medikamentösen Wirkungen geschätzt, nicht wegen seiner Wirkung als Nahrung. Er enthält zwei Gifte, Senföl und Allizin. Diese Gifte verhelfen dem Knoblauch zu seiner negativen Bewertung.

Ich glaube nicht, dass es jemand schaffen kann, eine einzige Knoblauchknolle allein als Nahrungsmittel zu essen. Stellen Sie sich eine Mahlzeit vor, die nur aus Knoblauch besteht. Würden Sie versuchen, so viel davon zu essen, dass Ihr Kalorienbedarf damit gedeckt würde - natürlich vorausgesetzt, dass man eine Knoblauchmenge nur zur Deckung des Kalorienbedarfs essen würde dann würden Sie diese Tortur wahrscheinlich nicht überleben!

Wenn jemand den medizinischen Wert von irgend etwas anpreist, dann meint er die medikamentösen Wirkungen, nicht die Wirkungen für die Ernährung. Es ist unsinnig, von irgend etwas zu sagen, es hätte heilende Eigenschaften. HEILEN IST VOLLSTÄNDIG, AUSSCHLIESSLICH UND NUR EINE FÄHIGKEIT DES ORGANISMUS UND LÄSST SICH AUF ABSOLUT NICHTS AUSSERHALB DIESES ORGANISMUS ZURÜCKFÜHREN. Dr. Airola preist ein Medikament als Nahrungsmittel, und er scheint, was Heilung betrifft, nichts von Physiologie zu verstehen.

Wir raten Ihnen, niemanden zu glauben. Untersuchen Sie die Angelegenheit selbst. Wissen ist Macht. Suchen sie nach Hintergründen. Vertrauen Sie nicht auf sogenannte "Autoritäten". Denken Sie daran, dass jedes falsche System von einst und heute seine Autoritäten hatte und hat. Spekulieren Sie nicht auf Autorität. Spekulieren Sie nur mit der Wahrheit, die auch Sie ermitteln können.

Wir bitten Sie nicht, uns zu glauben. Wir bitten Sie nur, alles, was wir sagen zu prüfen und so, wie Sie es jetzt tun, in Frage zu stellen. Unterziehen Sie alles einem Test. Sie missbrauchen das Vertrauen der Menschen, wenn Sie sie falsch informieren. Lernen Sie die Wahrheit, so dass Sie ihnen wirklich helfen können.

F: Können wir mit unserem Wissen über Nährstoffe und über geschmackvolle, natürliche Lebensmittel, die gut zusammenpassen, nicht Mahlzeiten zusammenstellen, die wesentlich gesünder und köstlicher sind als nur ein einzelnes Lebensmittel? Zum Beispiel schmeckt eine Avocado mit Grünzeug und Tomaten wirklich toll und deckt unseren Bedarf vollständig.

A: Ja, wir können Mahlzeiten zusammenstellen. Die Bewertungstabellen bauen auf der Ansicht auf, dass wir von Natur aus an eine bestimmte Nahrung angepasst sind und dass wir hauptsächlich oder allein die Nahrung der jeweiligen Jahreszeit assen, so wie das heutzutage Tiere tun. Jedoch bedeutet die Tatsache, dass wir abgerundete Mahlzeiten zusammenstellen können, nicht, dass diese gesünder wären als ein einzelnes, hoch bewertetes Lebensmittel. Sie schlagen eine hervorragende Mahlzeit vor. Wir raten, einen Öl-Eiweiß-Salat, wie Sie ihn vorschlagen, nicht öfter als einmal täglich zu essen. Der Körper ist sehr sparsam und bescheiden. Er ist viel klüger, als wir es uns in unseren kühnsten Vorstellungen denken können. Wenn Sie beispielsweise gedünstete Kartoffeln essen, dann ist es vernünftig, Zusatznahrung wie Gurken, Paprikaschoten, Broccoli, Kopfsalat und Sellerie dazuzufügen. Wenn Sie Nüsse oder Avocados essen, dann ist die Hinzunahme von Salaten und Tomaten genauso gerechtfertigt. Unser Körper kann Gemüsenahrung ziemlich leicht verarbeiten. Trotzdem arbeitet unser Körper unrationeller, wenn es darum geht, Salaten und Gemüse mehr als nur einen beträchtlichen Anteil ihres hohen Nährstoffgehalts zu entziehen.

F: Ist es nicht ungesund, nur ein einziges Lebensmittel als Mahlzeit zu essen? Das Gesetz des Minimums sagt, dass wir mit jeder Mahlzeit alle unsere Ernährungsbedürfnisse decken müssen, wenn uns diese Mahlzeit guttun soll. Warum sollten wir nicht jede Mahlzeit ausgewogen zusammenstellen, wie es anerkannte Ernährungsexperten empfehlen?

A: Ich kann Ihnen versichern, dass unsere "anerkannten" Ernährungsexperten damit ungefähr ebensoweit danebenliegen, wie mit den Nahrungsmitteln, denen sie ihre Prüfsiegel aufdrücken. Vielleicht haben Sie schon von Dr. Frederic Stare gehört, der die Abteilung für Ernährungswissenschaft an der Harvard-Universität leitet. Er fordert, wir sollten zu unserem Vergnügen essen. Er sagt, dass diese Praxis das gesündeste wäre, was wir tun könnten, und hat "junkfood" ("Müllnahrungsmittel") in "joy foods" ("Vergnügungsnahrungsmittel") umgetauft. Wir hoffen, Sie schenken diesen "anerkannten" Ernährungsexperten keinen Glauben, die damit beschäftigt sind, unsere Gesundheit zu verkaufen - natürlich nicht kostenlos.

Die Vorstellung von der ausgewogenen Mahlzeit basiert auf Unkenntnis und Annahmen. Das Gesetz des Minimums hat nichts zu tun mit dem, was wir bei einer bestimmten Mahlzeit essen. Wir wiederholen, der Körper ist äusserst klug, sparsam und bescheiden. Wussten Sie, dass der Körper etwa 95% seines Eisenbedarfs aus wiederverwertetem Eisen deckt? Dass etwa 70% unseres Eiweissbedarfs aus wiederverwertetem Eiweiss gedeckt werden können? Dass der Körper, entgegen der Meinung von Ernährungsexperten, Vorräte an Aminosäuren anlegt? Dass er, entgegen dem, was man uns erzählt, Vitamin C in den Nebennieren speichert? Dass sich im Körper ein Vorrat an Vitamin B,12 für etwa fünf Jahre befindet und dass er seinen Bedarf durch bakterielle Tätigkeit im unteren Verdauungstrakt deckt, ebenso wie das bei anderen Tieren der Fall ist? Das Gesetz des Minimums gilt für einen Nährstoff, der zum Zeitpunkt, wo er für eine Synthese benötigt wird, am wenigsten verfügbar ist.

Wenn Sie diese Faktoren erkennen, dann werden Sie feststellen, dass die Vorstellung von einer ausgewogenen Mahlzeit falsch und unnötig ist. Sie bringt uns dazu, Eiweiss, Kohlenhydrate, Öl und andere nicht zusammenpassende Kombinationen in einer Mahlzeit zu essen. Statt einer "ausgewogenen" Mahlzeit bekommen wir ein unverdauliches Durcheinander. Tatsächlich führt etwa die Hälfte aller "normalen" Mahlzeiten zu leichten bis schweren Verdauungsstörungen. Das ist der Grund, warum die Hersteller von Magenpulvern so zahlreich und wohlhabend sind, dass sie im Fernsehen, im Radio oder in anderen Medien umfangreich werben können. Wenn wir unsere Mahlzeiten nicht verdauen, dann liegt es auf der Hand, dass wir durch sie auch nicht die benötigten Nährstoffe erhalten. Die Vorstellung von einer ausgewogenen Mahlzeit ist ein Trugschluss.

Andererseits sind die Lebensmittel, an die wir angepasst sind, die Bausteine ausgewogener Mahlzeiten. Diese Lebensmittel geben uns Nährstoffe entsprechend unserer Fähigkeit, sie zu verarbeiten. Unsere natürliche Entwicklung hat sich rund um die Lebensmittel abgespielt, die für uns am besten geeignet sind. Man könnte auch sagen, wir passten uns an, um durch sie am besten zu gedeihen. Obwohl Eiweiss, Fett und Stärke, die in Früchten enthalten sind, in gewisser Weise nicht zusammenpassen, sind sie so organisiert, und unsere Anpassung ist so abgestimmt, dass wir sie leicht und wirkungsvoll verarbeiten können. Dadurch erhalten wir ihren vollen Nährwert und decken gleichzeitig unseren primären Bedarf, kalorienreiche Kohlenhydrate. Bekommen wir von einem Nährstoff mit einer Mahlzeit weniger, als es unserem Bedarf entspricht, so führen uns die Reserven und die Voraussicht unseres Körpers zu den in der Vergangenheit gespeicherten Überschüssen. Unsere Reserven sind solange vermindert, bis wieder eine Mahlzeit aufgenommen wird, die uns diesen Nährstoff im Überfluss liefert - das ist alles. Wir sollten am besten die Lebensmittel essen, an die wir angepasst sind, wie es die Tiere in der freien Natur tun, und uns keine Sorgen machen. Das ist die Botschaft, die Sie auch den Menschen überbringen müssen.

Unser Nährstoffbedarf ist viel geringer, als man gemeinhin zugeben möchte. Diese Philosophie des "je mehr, desto besser" ruiniert unsere Gesundheit. Wenn wir von allem genug bekommen, dann reicht das auch. Mehr als genug brauchen wir nicht. Wenn wir richtige Nahrung regelmässig im Überfluss essen, so führt dies auch zu Problemen. Wenn wir uns mit falscher oder nicht zueinander passender Nahrung überessen, verschlimmern wir das Problem gewaltig. Weil dies so oft der Fall ist, ist es auch kein Wunder, dass die "zivilisierten" Völker kranke Völker sind! Über 80% unserer angeschlagenen Gesundheit kann unvernünftiger Ernährung zugeschrieben werden. Würden wir unsere Emährungsfehler korrigieren, dann würde sich allein dadurch die Gesundheit der Menschen um über 80% verbessern; denn unsere Ernährungsweise stellt sozusagen die überwältigende Last dar, die der Gesundheit "das Rückgrat bricht".


Zusammenfassung

Dieser Studienbrief hat Ihnen einen Einblick in das Wesen unserer Ernährung gegeben. Der Studienbrief wurde Ihnen aus verschiedenen Gesichtspunkten näher gebracht. Sie müssen Ihr Fachwissen und Verständnis über die der Ernährung vergrössern.
Vielleicht ist das wichtigste Merkmal dieses Studienbriefes die Feststellung der Merkmale, die ein Lebensmittel aufweisen muss, damit es unseren Nahrungsbedarf deckt. Diese Merkmale helfen, unsere Ernährungsweise als Früchteesser aufzuzeigen. Indem wir den wichtigen Merkmalen numerische Werte zuordnen, fällt es leichter, den Wert von Lebensmitteln für unsere Ernährung zu bestimmen. Der Gesamtwert, den ein Lebensmittel durch dieses Bewertungsschema erhält, dient als Richtlinie für die Eignung dieses Lebensmittels für die menschliche Ernährung.

Grundlage dieser Ausführung: Studienbriefe des Fernlehrgang "The Life Science Health System", Part III: Human Anatomy and Physiology and Our Dietary Nature" herausgegeben vom "College of Life Science", Austin, Texas