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| Teil III - Sind wir Vegetarier oder Früchteesser? |
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| Geschrieben von: Fred Gaube | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mittwoch, 20. Juli 2005 um 21:00 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Fragen und AntwortenDie richtige Antwort auf diese Frage ist äusserst wichtig. Nichts ist wichtiger für Sie als Gesundheitspraktiker, als über die richtige Ernährung des Menschen Bescheid zu wissen.Es gibt Millionen von Menschen, die sich als "Vegetarier" bezeichnen. Die meisten Vegetarier versorgen sich mit "vegetarischer Kost". Das bedeutet, sie zählen sich zur Gruppe der Pflanzenesser. Wir sind aber der Meinung, dass wir keine Wiederkäuer oder Pflanzenfresser sind. Es gibt unter uns viele, selbst die, die sich selbst als Gesundheitspraktiker oder Anhänger der natürlichen Gesundheitslehre bezeichnen, die glauben, dass Salate und Gemüse für den Menschen die richtige Nahrung ist. In unseren Lebensgewohnheiten müssen wir uns um Vollkommenheit hinsichtlich der Ernährung bemühen. Die beste Ernährung als Teil einer ausgewogenen, gesunden Lebensweise führt zu einem Höchstmass an Gesundheit. Diese gesundheitliche Fülle ist die Quelle der grössten Freuden im Leben. Was gut ist, ist auch schön. Was gesund ist, macht uns positiv, uns selbst, anderen und der Gemeinschaft gegenüber. Eine ideale Nahrung ist die Grundlage für eine bestmögliche Gesundheit. Unsere natürlichen Lebensmittel müssen unbedingt ALLE unsere Sinne ansprechen. Daraus folgt, dass natürliche Lebensmittel gut aussehen, gut riechen und gut schmecken sollen. Essen sollte immer ein geschmackliches Vergnügen sein. Als wir noch alle Naturkinder waren, waren wir noch nicht mit Küchenutensilien und Herden ausgestattet. Wir mussten unsere Lebensmittel so essen, wie wir sie in der Natur fanden und sammelten. So baut die Ermittlung des Wertes von Lebensmitteln auf dem Zustand auf, in dem die Lebensmittel aus der Natur zu uns gelangen, in lebendigem und rohem Zustand, in höchster Vollkommenheit. Was würden Sie vorziehen? Das aromatische, süsse Fleisch einer gut gereiften Ananas oder Broccoli? Möchten Sie lieber einen sonnengereiften Pfirsich oder einige rohe Grünkohlblätter? Wollen Sie lieber eine Stange Sellerie oder Weintrauben? Was reizt Sie mehr - eine farbenprächtige, saftige Orange oder Spinatblätter? Spricht Sie ein Kohlkopf genauso an wie eine richtig reife, glänzend gelb und braungefleckte Banane? Was ist in Ihren Augen schöner - ein grosser, roter Apfel oder eine frisch gezogene Karotte? Drehen Sie sich wegen eines Korbes Rosenkohl genauso um, wie wegen eines Korbes mit Erdbeeren? Wenn Sie jemals eine Cherimoya, Mango, Feige, Dattel, Wassermelone, Cantaloupe (Melone), Honigmelone oder andere Köstlichkeiten gegessen haben, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, dann wissen Sie, welchen Genuss sie bereiten. Können Sie den Verzehr irgendeines Gemüses in seiner rohen Form mit dem Genus dieser Köstlichkeiten vergleichen? Sehen Sie jetzt, dass wir ein Lebensmittel im rohen Zustand essen und geniessen sollten, wenn dieses Lebensmittel ein natürlicher Teil unserer Ernährung sein soll? Das Lebensmittel muss in seinem lebendigen Zustand nicht nur ein delikater Genuss sein, sondern es sollte nach Möglichkeit auch unseren ganzen Nährstoffbedarf decken. Können Sie mir ein einzelnes Gemüse nennen, das Sie als vollständige Mahlzeit im rohen Zustand begeistern würde? Fast jedes Gemüse, das Sie nennen können, erfüllt nicht die Grundvoraussetzung eines Lebensmittels: Es muss uns reichlich mit Energie versorgen. Grüne Blätter bringen uns, unabhängig vom Kaloriengehalt, keinen Netto-Kalorienzuwachs. Die für die Verdauung und die Aufnahme der Nährstoffe erforderliche Energie übersteigt meist die Energie, die Gemüse uns liefern kann. Der Grossteil des Kaloriengehalts von Salaten und Gemüse ist an Zellulose gebunden, die unverdaulich ist. Wiederkäuer mit ihren vier Mägen, echte Pflanzenfresser also, Können Zellulose verdauen und so deren Kalorien- und Nährstoffgehalt nutzen. Wir Menschen werden spindeldürr, wenn wir versuchen, lediglich von Gemüsekost zu leben. Die Kartoffel wird als Gemüse angesehen. Roh ist sie schlecht verdaulich. Ausserdem kann die in ihr enthaltene Stärke aus zweierlei Gründen nicht verwertet werden: Erstens sind die meisten Nährstoffe für uns unzugänglich, weil sie in Zellulosehäutchen eingekapselt sind. Zweitens verbrauchen die freigesetzten Nährstoffe schnell unseren Vorrat am stärkespaltenden Enzym Ptyalin (Speichel-Amylase). Getreide weist die gleichen Nachteile bei der Verdauung auf wie Kartoffeln. Getreidekörner sind nur an einem oder zwei Tagen ihres Lebenszyklus geniessbar. Ansonsten sind sie ungeniessbar, ausser man weicht sie lange ein oder man lässt sie keimen. Aber selbst wenn man sie einweicht oder keimen lässt, sind Getreidekörner hinsichtlich ihres Nährstoffgehalts eine Mangelnahrung. Die meisten Getreidekörner bringen auch Verdauungsprobleme mit sich. Der Kleiber (das Gluten) im Weizen ist beispielsweise unverdaulich. Wir verfügen einfach nicht über die Enzyme, um ihn aufschliessen zu können. Das Eiweiss des Weizens ist am Kleiber gebunden. Ausserdem enthalten die meisten Getreidekörner eine pflanzliche Säure, die wir nicht verarbeiten können. Sie bindet Kalzium und beraubt uns so dieses Mineralsalzes. Eine Untersuchung von Gemüse zeigt, dass es, für sich allein betrachtet, in dem einen oder anderen wichtigen Aspekt für die menschliche Ernährung ungeeignet ist. Andererseits versorgen uns Früchte ausreichend mit allen für uns erforderlichen Nährstoffen, einschliesslich Eiweiss, Mineralsalzen, Vitaminen, Brennstoffen und anderen Wichtigen Nahrungsbestandteilen. Wir können Früchte in ihrem Rohzustand geniessen, ohne besondere Zubereitung, wenn man vom Entsteinen und/oder Schälen absieht. Es gibt nur sehr wenige Gemüsesorten, die auch nur andeutungsweise genügend Nährstoffe liefern, um daraus eine vollständige Mahlzeit zu bereiten, selbst wenn wir sie gern essen würden. Weisse Rüben, Steckrüben, Kohlrabi, frischer süsser Mais, gekeimte Hülsenfrüchte und frische süsse Erbsen (in denen sich noch keine Stärke gebildet hat) sind mit Einschränkungen einige der Ausnahmen. Ohne Kochkunst und Gewürze ist Gemüse meistens wenig ansprechend. Wir müssen den Mangel an Geschmack mit Kräutern oder Gewürzen, Fetten usw. "verbessern". Wir täuschen unsere Sinne, um Gemüse mit Genuss essen zu können. Gewürze und Kochen sind für unsere Gesundheit aber schädlich. Viele Vegetarier essen Fisch, Milch, Milchprodukte und Eier, und meinen, Sie seien Vegetarier. Samen von Pflanzen, Hülsenfrüchte, bestimmte Früchte wie Gurken, Kürbis, Tomaten, Auberginen und Paprika werden als Gemüse bezeichnet, obwohl sie es botanisch gesehen eigentlich nicht sind. Nicht alle Früchte genügen als Lebensmittel für den Menschen allen Anforderungen. Nüsse und Avocados sind als Lebensmittel geeignet, aber wir könnten uns nicht allein davon ernähren. Dagegen können wir uns von Weintrauben, Bananen, Orangen, Feigen, Datteln und anderen Früchten vollständig ernähren. Das geht aber nicht mit Gemüsefrüchten wie Gurken, Tomaten, Auberginen, Paprika und Kürbis, ebensowenig wie uns das mit Kohl oder Sellerie gelingen wurde. Einen guten Anhaltspunkt dafür, was natürliche Lebensmittel sind, erhält man durch die angebotene Vorliebe eines Kindes, das mit nichts anderem als Muttermilch aufgezogen wurde. Mag es Getreidekost oder Bananen? Äpfel oder Kohl? Was wird sich ein Kind holen, wenn man es seine Nahrung selbst wählen lässt? Unserer Erfahrung nach wählt ein solches Kind immer Früchte. Wenn Salat oder Gemüse auf den Tisch kommt, empfinden viele Kinder es als unangenehm, davon zu essen. Wir haben Gemüse und Früchte im Hinblick auf ihre ästhetischen Reize und ihren Brennwert betrachtet. Es gibt aber noch andere Beurteilungskriterien. Die Menschen werden wegen ihrer Anatomie, ihres Charakters als Primaten, der Verdauungseinrichtungen, ihrer psychologischen Einstellung und ihres natürlichen Werdegangs als Früchteesser (Frugivoren) eingestuft. So hat beispielsweise Dr. Alan Walker, Anthropologe an der John-Hopkins-Universität in Maryland, durch Forschungsarbeiten ermittelt, dass die Frühmenschen ausschliesslich Früchteesser waren. Durch die Untersuchung von fossilen Zähnen und Überbleibseln von Menschen mit Hilfe von Elektronenmikroskopen und anderen hochtechnisierten Einrichtungen sind sich Dr. Walker und andere Forscher absolut sicher, dass unsere Vorfahren bis zu einem Zeitpunkt, der der neueren Geschichte relativ nahe liegt, ausschliesslich Früchteesser waren. Über diese Ergebnisse wurde in der New York Times vom15. Mai 1979 ausführlich berichtet. Lebewesen, die im Einklang mit ihrem biologischen Erbe leben, bekommen keine Krankheiten. Sie durchleben ihre normale Lebensspanne und sterben eines natürlichen Todes. Die Menschen sind nach und nach von ihrer natürlichen Ernährung abgekommen und erleiden deshalb Krankheiten und frühen Tod. Menschen, die sich an ihre natürliche Ernährung halten und eine gesunde Lebensweise beachten, leben bis zu einem reifen, hohen Alter und sterben eines natürlichen Todes. Obwohl es selten ist, leben Menschen, die im Einklang mit den Naturgesetzen stehen, gut über 100 Jahre. Bei den Hunzas ist diese Lebensspanne die Regel, nicht die Ausnahme. Grüne Blätter und Stiele enthalten einen grösseren Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Nährstoffen als Früchte. Aber sie enthalten in den meisten Fällen auch Verbindungen, die wir nicht so gut verdauen können. Kopfsalat enthält z.B. geringfügige Mengen eines Giftes mit Namen Lactucarium, das ein Schlafmittel ist. Es ist in einer milchähnlichen Substanz enthalten, ähnlich wie beim Mohn. Grosse Mengen Lactucarium können in ähnliche Substanzen wie Opium und Heroin umgewandelt werden. Die Blätter des Selleries haben bittere Eigenschaften, die für den normalen Gaumen abstossend sind. Alles, womit unser Geschmackssinn nicht einverstanden ist, wird zurückgewiesen. Das bedeutet auf der anderen Seite aber nicht, dass ein angenehmer Geschmack nun das alleinige Auswahlkriterium für Lebensmittel sein soll, selbst bei natürlich vorkommenden Lebensmitteln. Der Geschmack ist aber unser sicherster Führer. Wir meinen, dass wir unserer Nahrung bestimmte Salate und Gemüse in kleinen Mengen beifügen und daraus Nutzen ziehen können, besonders Kopfsalat und Sellerie. Ihr Reichtum an Vitaminen und Mineralsalzen und ihr hoher Gehalt an hochwertigem Eiweiss versorgen uns ausreichend und passen zu einer Früchtekost. Unser Körper verarbeitet mässige Mengen Salat und Gemüse ziemlich gut. In Verbindung mit einer Gemüsemahlzeit können auch Früchte gereicht werden, besonders Paprikaschoten, Tomaten und Avocados. Zusätzlich können wir Nüsse oder Sesamsamen, Kürbis- und Sonnenblumenkerne dazu nehmen. Samen und Kerne haben denselben Nahrungs-Charakter wie Nüsse. Es ist gut, sich immer vor Augen zu halten, dass wir von Natur aus keine Pflanzenfresser, Grasfresser, Fleischfresser, Insektenfresser oder Allesfresser sind. Auch sind wir keine Öl-, Eiweiss- und Stärkeesser, ausser gelegentlich. UNSER EIWEISSBEDARF KANN DURCH FRÜCHTE AUSREICHEND GEDECKT WERDEN, aber der Zusatz von Nüssen, Samen, Salaten und Gemüse sichert eine ausreichende Versorgung mit Eiweiss. Wir können jedoch keine konzentrierten Nahrungsmittel, die Öl, Eiweiss und Stärke enthalten, wirkungsvoll verarbeiten. Es empfiehlt sich deshalb, sie nicht regelmässig und nicht in grösseren Mengen zu essen. Eiweisse brauchen etwa 70% der Energie, die sie liefern, wenn sie verdaut und aufgenommen werden, wogegen Früchte so wirksam verarbeitet werden, dass dem Körper über 90% der durch sie gelieferten Energie verbleiben, wenn man die für das Verdauen und Aufnehmen erforderliche Energie abzieht. Überdies wird Eiweiss nicht zur Energiegewinnung verwendet, solange Kohlenhydrate und Fette ausreichend verfügbar sind. Das, woran wir physiologisch angepasst sind, wird auch am besten und rationellsten genutzt. Wir wiederholen: Gemüse und Salate liefern uns in der Regel keine Kalorien. FRISCHE, REIFE UND ROHE FRÜCHTE DECKEN UNSEREN BEDARF AUSREICHEND, EINSCHLIESSLICH EIWEISS, VITAMINE UND MINERALSTOFFE. SOGAR UNSER BEDARF AN ESSENTIELLEN FETTSÄUREN WIRD DURCH FRÜCHTE GEDECKT. Mehr als genug brauchen wir nicht. Ein Überangebot kann wie das Überladen eines Lkws wirken. Nicht alle Gemüse und Salate sind schlecht für unsere Ernährung, denn sie passen zu unseren Bedürfnissen. Genauso sind nicht alle Früchte gut für uns. Viele Früchte sind giftig. Einige werden schlecht verdaut, obwohl sie ungiftig sind, beispielsweise ölhaltige Früchte wie Para- und Pecannüsse, Nüsse und Samen mit hohem Eiweiss- und Fettgehalt wie Mandeln und Sonnenblumenkerne sowie stärkehaltige Früchte wie Kürbis und Kastanien. KEIN NATÜRLICHES LEBENSMITTEL DER WELT KANN ES MIT DER BEKÖMMLICHKEIT VON FRÜCHTEN AUFNEHMEN. Sind wir Fleischesser?Anhänger der natürlichen Gesundheitslehre werden oft wieder mit dem Spruch verspottet "Euer Kaninchenfutter will ich nicht". Eine passende emotionale Äusserung, die alle zum Lachen bringt, wäre: "Ich ziehe es aber eurem Hundefutter vor".Manche Menschen sagen, dass wir Fleischesser seien. Natürlich sind wir keine echten Fleischesser. Sie können die Menschen aber nachdenklich machen, wenn Sie ihnen sagen: "Wenn Sie imstande sind, ein lebendes Kaninchen fangen zu können, es mit Ihrem Mund zerreissen zu können, es mit Fell, Haut, Knochen, Hirn, Knorpel und Därmen zu essen, dann können Sie sagen, Sie seien ein Fleischesser". Eine andere sichere Methode, Ihre Lästerer zum Schweigen zu bringen, ist es, eine passende, aber harmlose Frage zu stellen. Fragen Sie Ihren fleischessenden, streitsüchtigen Freund, ob er oder sie "Urease" ausscheiden. Natürlich werden nur wenige wissen, worüber Sie sprechen. "Urease, was ist das"? werden die anderen fragen. Sie entgegnen dann: "Sie wissen nicht, was Urease ist, aber wollen mir erzählen, Sie seien Fleischesser? Urease ist ein Enzym, das im Verdauungstrakt aller fleischfressenden Tiere abgesondert wird! Menschen sondern dieses Enzym nicht ab. Dadurch können Menschen, die Fleisch essen, die darin enthaltene giftige Harnsäure nicht zersetzen. Wird Harnsäure aufgenommen, dann schädigt sie den Körper. Um diese Harnsäure im Körper neutralisieren zu können, greift der Körper auf seine Reserven an alkalischen Mineralstoffen, besonders auf Kalzium, zurück. Da aber die Menschen, die Getreide und Fleisch essen, überwiegend säurebildende Nahrung zu sich nehmen, muss der Körper oftmals die benötigten Mineralstoffe seinen Knochen entziehen, um die Säuren zu neutralisieren Die entstehenden Kalzium-Harnstoff- Verbindungen verursachen Nierensteine und auf alle Fälle Osteoporose der Knochen und Zähne. " Sie können viele wohlüberlegte Argumente anführen, wenn Sie sich erst einmal auf die Kriterien "eingeschossen" haben. So können Sie beispielsweise einen Lästerer bitten, sich ein dreijähriges Kind in einem Laufstall vorzustellen. In diesen Laufstall bringen Sie ein Kaninchen und einen Apfel. Wird sich das Kind jetzt dem Kaninchen gegenüber feindlich verhalten, es töten und essen und mit dem Apfel spielen? Oder wird das Kind den Apfel essen und sich mit dem Kaninchen anfreunden und mit ihm spielen? Man sagt, mit Argumenten könne man keinen Sieg erringen. Wer gegen seinen Willen überzeugt wurde, bleibt bei seiner Meinung. Wenn jedoch Leute dabei sind, die nur zuhören, ohne interessiert zu sein, dann haben die Argumente durchschlagenden Erfolg. Immer wenn sie danach Fleisch essen, wird es ihnen schwerfallen, es zu essen, ohne das Bild von Blut, Innereien, Knochen, Haaren, usw. heraufzubeschwören. Fleisch ist ein eiweisshaltiges Nahrungsmittel, das in einem sauren Milieu verdaut wird. Im Gegensatz zu den Fleischfressern sondert der Mensch eine sehr schwache Salzsäure und nur eine kleine Menge des eisweisspaltenden Enzyms Pepsin ab. Bei fleischfressenden Tieren sind die fleischzersetzenden Verdaungssäfte um 1100% konzentrierter als beim Menschen! Würde ein Löwe Ihre Hand in einem Stück verschlingen, so würde er diese problemlos verdauen. Würde ein Mensch das gleiche tun, so überlasse ich es Ihrer Vorstellung, was geschehen würde. Sie müssen zugeben, dass wir nicht zum Fleischfresser geboren sind. Sie müssen ebenfalls eingestehen, dass der Gedanke, Tiere zu jagen, zu töten und an Ort und Stelle zu zerreissen, uns Menschen psychologisch nicht behagt, denn wir sind von Natur aus keine Mörder. Den meisten von uns ist nicht klar, dass wir nicht nur psychologisch, sondern auch physiologisch ungeeignet sind, Fleisch als Nahrung zu verwerten. Sind wir Milchtrinker?Die Milchindustrie hat nicht die Absicht, die Menschen von Milch zu entwöhnen. Wir sollen ein Leben lang Säuglinge bleiben.Milch ist viel frischer und bekömmlicher, wenn wir sie direkt vom Euter der Kuh trinken würden, wie es die Kälber tun. Auch wenn jemand "stellvertretend trinkt", bleibt er nach wie vor ein Säugling. Es macht keinen Unterschied, wenn Sie jemanden dafür bezahlen, für Sie Tiere zu melken oder umzubringen. Wenn jemand ernsthaft behauptet, dass Milch das vollkommenste Nahrungsmittel ist, dann können Sie ihm zustimmen und sagen, dies sei wahr - für ein Kalb. Dann fragen Sie den Zweifler, ob sein Körper Rennin (Labferment) und Laktase absondert. Diese Enzyme zerlegen das Kasein der Milch, den Kalzium-Eiweissbestandteil, beziehungsweise die Laktose, den Milchzucker. Menschen hören etwa im Alter von drei Jahren auf, diese Enzyme zu erzeugen, und können danach Milch nicht mehr verwerten. Es ist kein Zufall, dass die Nummer eins der "Allergene" Milch ist. Der Körper protestiert völlig zu Recht gegen Stoffe, die er nicht als Nahrung verwerten kann. Ja, Milch ist die vollkommene Nahrung für Babys, aber das hilft uns Erwachsenen wenig, wenn wir sie nicht verdauen können. Ausserdem wird die Milch durch unsere Darmflora zersetzt, wobei ein Teil gärt und ein anderer Teil in Fäulnis übergeht. Die dabei entstehenden Nebenprodukte bereiten uns eine Menge Probleme. Sind wir Getreideesser?Getreidekörner sind Grassamen. Dies wurde angeblich durch den Menschen schon vor einigen tausend Jahren angebaut.Als wir noch im Einklang mit der Natur lebten, haben wir weder Getreide noch Grassamen gegessen. Wir haben keine Ausrüstung zum Sammeln oder Verdauen von Körnern entwickelt. Natürliche Kornesser müssen in der Lage sein, Körner zu sammeln, zu mahlen und zu verdauen. Die Menschen wären dazu ohne technische Hilfsmittel nicht in der Lage. Unsere Zähne können nur schlecht mit Körnern umgehen. Tatsächlich sträubt sich der Mensch, geschmacklose und harte Körner zu kauen. Genauso kann der Mensch, da er kein Stärkeesser ist, nicht mehr als eine Handvoll Körner verdauen, wenn überhaupt. Echte Stärkeesser sondern eine Unmenge stärkespaltender Enzyme ab. Der Mensch sondert nur ein stärkespaltendes Enzym ab, Speichel-Amylase (Ptyalin), das nicht lange vorhält. Nach einem oder zwei Mundvoll Stärke verliert der Esser den Geschmack daran und gibt auf. Nein, wir sind keine "Körnerfresser". Die Art und Weise, wie wir Getreide essen, durch Ernten, Verarbeiten, Kochen oder Backen mit technischen Hilfsmitteln, macht es schmackhafter, aber auch krankheitserregender.
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